Freiwillige Feuerwehr
Schloß Holte-Stukenbrock

Freiwillige Feuerwehr - Schloß Holte-Stukenbrock

Jugendfeuerwehren zeigen Teamgeist und Leistung

(Schloß Holte-Stukenbrock; 19.09.2026) Schloß Holte-Stukenbrock150 Jugendliche aus neun Jugendfeuerwehren des Kreises Gütersloh und als Gast die Jugendfeuerwehr Hövelhof haben am Samstag, 19. September, in Schloß Holte-Stukenbrock gezeigt, was sie können. Bei der Orientierungsfahrt galt es, sieben Stationen zu finden und die Aufgaben dort zu lösen.

Von Monika Schönfeld, Westfalen-Blatt

Ausrichter der Orientierungsfahrt war die Jugendfeuerwehr Schloß Holte-Stukenbrock, unterstützt von 70 Helfern aus der aktiven Wehr, der Ehrenabteilung und Eltern. Die Schloß Holte-Stukenbrocker hatten vergangenes Jahr die Orientierungsfahrt in Herzebrock-Clarholz gewonnen und waren deshalb dieses Jahr Ausrichter.

Die Platzierung, so Kreisjugendfeuerwehrwart Andreas Kramme aus Steinhagen bei der Siegerehrung, diene nur dazu, festzulegen, wo die Orientierungsfahrt 2027 ausgetragen wird. „Jeder hat gewonnen. Ihr musstet als Team funktionieren. Auf die Aufgaben kann man sich nur bedingt vorbereiten, indem man mit der Feuerwehrtechnik vertraut ist“, so Kramme.

Der Leiter der Jugendfeuerwehr Schloß Holte-Stukenbrock, Marcel Diekmann, unterstützt von seinen Stellvertretern Michael Weitekemper und Julia Lienen, gab das Ergebnis bekannt. Um die Spannung zu steigern ging es von Platz 8 bis Platz 2. Und bevor Platz 1 sich von selbst ergab, wurde Platz 9 geehrt – natürlich bereits unter riesigem Jubel der Versmolder Jugendfeuerwehr. Denn es bleibt ein Wettbewerb. Und Sieger dürfen jubeln.

Zu den ersten Gratulanten gehörten Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper und sein Stellvertreter Matthias Setter, Kreisjugendfeuerwehrwart Andreas Kramme, Schloß Holte-Stukenbrocks Jugendfeuerwehrwart Marcel Diekmann, Feuerwehrchef Daniel Kammertöns und Stellvertreter Fabian Johann-vor-der-Brüggen, aber natürlich auch die Begleiter der 13 Versmolder Jugendlichen, der Leiter der Versmolder Feuerwehr, Sören Fuest, sein Stellvertreter Benjamin Groß und Jugendfeuerwehrwart Timo Westmeyer

Die Rangfolge: Platz 1: Versmold, Platz 2: Rheda-Wiedenbrück, Platz 3: Herzebrock-Clarholz, Platz 4: Werther, Platz 5: Verl, Platz 6: Halle, Platz 7: Rietberg, Platz 8: Steinhagen, Platz 9: Harsewinkel. Hövelhof, als Nachbar im Kreis Paderborn, geht nicht in die Wertung ein. Die Jugendlichen haben mitgemacht, um des Spaßes und der Gemeinschaft willen.

Gemeinsam mit ihren Betreuern haben die Jugendlichen aus Schloß Holte-Stukenbrock die Stationen ausgesucht und die Aufgaben erfunden. Mit Holzbrettern mussten die Mannschaften eine Brücke über den Ölbach bauen, was den schnellsten Teilnehmern in 3 Minuten und 50 Sekunden gelang, im Gewerbebetrieb von Guido Koch haben sie eine Platte angehoben mit Hebekissen. Angenommen wurde, dass darunter eine Person eingeklemmt ist. Auf der BMX-Bahn in Stukenbrock-Senne hat der Feuerwehrnachwuchs einen Ball über die Bahn bugsiert, indem Leitern, Seile und Schläuche als Richtungsgeber benutzt wurden. Der Ball durfte nicht geworfen werden. Ein Menschenknoten wurde gebildet, Wasserbomben mit einem Handtuch in ein Gefäß geschleudert und Wasser im Löschrucksack zum Wassereimer transportiert. Teamgeist und feuerwehrtechnische Kenntnisse, aber vor allem auch der Spaß standen im Vordergrund – etwa auf dem Dorfplatz Sende, wo die Mannschaften Boule, Dosenwerfen und Shuffleboard spielten.

Bürgermeister Olaf Junker war am Nachmittag bei zwei Stationen als Beobachter dabei. „Was ich gesehen habe, ist beeindruckend. Um die Zukunft der Feuerwehr ist mit nicht bange.“ Kreisfeuerwehrchef Dietmar Holtkemper dankte der Schloß Holte-Stukenbrocker Wehr und der Stadt, dass sie diese Orientierungsfahrt ermöglicht hatten. „Das ist ein Haufen Arbeit. Ich bin froh und dankbar, dass niemand verletzt wurde. Ihr seid eine Top-Gruppe. Bleibt, wie ihr seid!“

Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-guetersloh/schloss-holte-stukenbrock/jugendfeuerwehren-zeigen-teamgeist-und-leistung-3656049

80 Meter Wasser gegen die Flammen

(Schloß Holte-Stukenbrock; 02.09.2026) Wasser marsch am Furlbach: Feuerwehr, Landwirte und Waldbesitzer haben in Stukenbrock den Ernstfall geprobt. Mit neuer Technik wurde eine 80 Meter lange Löschwand aufgebaut – und gezeigt, wie Vegetationsbrände bekämpft werden können.

Von Von Uschi Mickley, Westfalen-Blatt

Knietief stehen Christian Otto und sein Sohn Louis im Furlbach. Vor ihnen liegt ein kleines Stauwerk an einer Holzbrücke. Mit Brettern, Folien und Behältern stauen die beiden Feuerwehrmänner das Wasser, damit genügend Löschwasser abgepumpt werden kann.

Nur wenige Meter weiter wird bereits die neue Technik in Stellung gebracht. Was an diesem Tag wie ein aufwendiges Training aussieht, könnte im Ernstfall entscheidend sein: Wenn sich ein Vegetationsbrand ausbreitet, zählt jede Minute.
Der Großbrand im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald hat jüngst gezeigt, wie schnell sich Feuer in Waldgebieten ausbreiten können. Und auch wenn Schloß Holte-Stukenbrock 2026 – abgesehen von einem kleineren Waldbrand im Holter Wald – bislang von größeren Feuerbränden verschont geblieben ist, wollen Feuerwehr, Landwirte und Waldbesitzer vorbereitet sein.

„Ziel der Übung ist es, das Zusammenwirken von Feuerwehr, Landwirten und Waldbesitzern zu stärken. Wichtig ist, dass man einander kennenlernt, sodass sich daraus Ideen ergeben“, erläutert Manuel Grauthoff, stellvertretender Löschzugführer in Stukenbrock.

Rund 40 Landwirte und Waldbesitzer sowie etwa ebenso viele Feuerwehrfrauen und -männer sind zu der Übung gekommen. Treffpunkt ist der Reiterhof von Ralf Hachmann. Von dort geht es einige Hundert Meter weiter zur Brücke am Furlbach, wo drei Feuerwehrfahrzeuge bereitstehen.

Dann geht es Schlag auf Schlag. Die mobile Ausrüstung wird aus einem Zivilfahrzeug und einem Rollwagen geholt. An der Tragkraftspritze wird die Pumpleitung aufgebaut.

Mit hohem Druck wird das Wasser aus dem Furlbach durch einen Rohrschlauch in ein mobiles, faltbares Pufferbecken gepumpt. Es fasst 5000 Liter. Nach wenigen Minuten spritzt das Wasser bereits über den Rand. Das neue Brandschutzmodul hat der Kreis Gütersloh der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Stukenbrocker Einsatzkräfte zeigen bei der Übung, wie die Technik eingesetzt werden kann.

Auf einer nahegelegenen großen Wiese entsteht innerhalb von knapp einer Stunde eine 80 Meter lange, rechteckige Löschwand. Schläuche werden ausgelegt, verbunden und unter Druck gesetzt. Schon bald schießen auf dem weitläufigen Gelände Fontänen in die Höhe. Die Wasserwand kann dabei nicht nur eine definierte Linie sichern. Die Einsatzkräfte können mit der Technik auch größere Bereiche abschirmen und eine Brandfront gezielt eindämmen.

„Diese Taktik dient dazu, die unkontrollierte Ausbreitung eines Feuers an einer definierten Linie zu stoppen“, erläutert Daniel Kammertöns, Feuerwehr-Chef in Schloß Holte-Stukenbrock. Zusätzlich verweist er auf die Möglichkeit, einen Brand keilförmig einzukesseln. Dafür können Einsatzkräfte auch mobile Rucksackspritzen einsetzen.

Am Wiesenrand verfolgen die Landwirte und Waldbesitzer die Vorführung aufmerksam. Denn im Ernstfall könnte eine solche Löschlinie helfen, eine Brandfront von Feldern, Höfen oder angrenzenden Waldflächen fernzuhalten. Nach der praktischen Vorführung geht es zurück auf den Reiterhof. Dort wird bei Bratwurst vom Grill weiter über mögliche Einsatzszenarien gesprochen. Ein Thema ist die Löschwasserversorgung. Landwirte könnten die Feuerwehr im Brandfall mit ihrer vorhandenen Technik unterstützen. „Ein gewöhnliches Fahrzeug transportiert etwa 1200 Liter Wasser. Da würden wir bei einem Großbrand schnell an Grenzen stoßen“, erklärt Grauthoff.

Güllefässer oder Tankwagen könnten dagegen rund 5000 Liter Wasser zur Brandstelle bringen. Damit könnten Landwirte zu wichtigen Partnern bei der Versorgung der Einsatzkräfte werden. Auch Markus Rübsamen, Revierleiter beim Landesbetrieb Wald und Holz für Schloß Holte-Stukenbrock und Verl, zeigt sich beeindruckt. „Es ist überwältigend zu sehen, wie hervorragend die Feuerwehr für einen Brand ausgestattet ist“, sagt er.

Rübsamen war einer der Ideengeber für die Übung. „Neue Herausforderungen erfordern neues Denken. Dass wir heute hier zusammenstehen, ist ein erster guter Schritt“, sagt er. Regelmäßige gemeinsame Übungen hält er auch mit weiteren Institutionen wie THW, Bundeswehr, Polizei, DRK und Forstverwaltung für sinnvoll. Auch Christian Humann vom Landwirtschaftlichen Ortsverband zieht ein positives Fazit: „Eine hochinteressante Vorführung. Feuerwehr und Landwirte könnten Partner werden.“

Und Feuerwehr-Chef Daniel Kammertöns bringt die Stimmung nach der gelungenen Übung auf einen einfachen Nenner: „Waldbesitzer und Landwirte können heute Abend wohl etwas beruhigter nach Hause gehen.“ Was an diesem Tag am Furlbach geprobt wurde, soll deshalb vor allem eines bewirken: Im Ernstfall sollen die richtigen Menschen nicht erst anfangen müssen, sich kennenzulernen.


Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-guetersloh/schloss-holte-stukenbrock/uebung-waldbrand-feuerwehr-landwirte-waldbesitzer-3638154

Großbrand zerstört Dachstuhl

(Schloß Holte-Stukenbrock; 26.04.2026) Ein aufmerksamer Blick der Nachbarn verhindert womöglich Schlimmeres: Als am Sonntagabend ein Feuer an einem Wohnhaus in Stukenbrock ausbricht, warnen sie den im Haus befindlichen Sohn und alarmieren die Feuerwehr. Das Gebäude ist vorerst unbewohnbar.

Schloß Holte-Stukenbrock, von Andreas Eickhoff und Erol Kamisli, Westfalen-Blatt

Dichter Rauch steigt über Stukenbrock auf, meterhoch schlagen Flammen aus dem Dach eines Einfamilienhauses an der Straße „Am Rathaus“. Besorgte Nachbarn stehen auf der Straße, beobachten die Szenerie aus sicherer Entfernung – und hoffen, dass das Feuer nicht auf weitere Häuser übergreift.

Während die Hauseigentümer verreist waren, hat ein Großbrand am Sonntagabend ( 26. April) ein Einfamilienhaus an der Straße „Am Rathaus“ im Ortsteil Stukenbrock erheblich beschädigt. Der im Haus anwesende Sohn wurde rechtzeitig von aufmerksamen Nachbarn gewarnt, die den Brand entdeckt und umgehend die Feuerwehr alarmiert hatten.

„Wir sind um 18.33 Uhr alarmiert worden“, berichtet Stadtbrandinspektor Daniel Kammertöns, der die Einsatzleitung übernahm. Für die Einsatzkräfte kam der Alarm unmittelbar nach dem Finale der Feierlichkeiten zum 500. Namenstag – statt eines ruhigen Ausklangs bedeutete dies eine kurzfristige Sonderschicht.

Die Feuerwehrleute aus Stukenbrock und Schloß Holte eilten zu ihren Gerätehäusern, legten ihre Einsatzkleidung an und rückten aus. Bereits auf der Anfahrt war die Einsatzstelle eindeutig auszumachen: Eine weithin sichtbare Rauchentwicklung wies den Kräften schon aus mehreren Kilometern den Weg.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits meterhoch aus dem Gebäude. Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer im Bereich einer überdachten Terrasse ausgebrochen und hatte sich rasch auf den Dachstuhl des rund 25 Jahre alten Hauses ausgebreitet.

Besorgte Nachbarn verließen ihre Häuser und verfolgten die Löscharbeiten aus sicherer Entfernung – in Sorge, dass die Flammen auf angrenzende Gebäude übergreifen könnten.

Die Feuerwehr leitete umgehend umfangreiche Maßnahmen ein: In kurzer Zeit wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und eine leistungsfähige Wasserversorgung über mehrere Hydranten sichergestellt. Von verschiedenen Seiten – aus dem Garten, über die Drehleiter sowie im Innenangriff – bekämpften die Einsatzkräfte die Flammen.

Zwar gelang es, den offenen Brand zügig unter Kontrolle zu bringen, doch im Dachstuhl hatten sich zahlreiche Glutnester gebildet, die weiterhin für eine starke Rauchentwicklung sorgten. Mehr als ein Dutzend Feuerwehrleute arbeiteten unter Atemschutz, um sich vor giftigen Rauchgasen zu schützen. Für die anschließende Dekontamination wurde vor Ort eine sogenannte Hygienekomponente eingerichtet.

In aufwendiger Handarbeit musste die Dacheindeckung auf der Gartenseite großflächig entfernt werden, ebenso Teile der Isolierung. Auch zur Straßenseite hin wurden Dachpfannen abgedeckt, um einen möglichen Brandfortschritt frühzeitig zu erkennen.

Erst gegen 20 Uhr konnten die letzten Glutnester gelöscht werden. In der Folge bauten die Einsatzkräfte einen Großteil der Schlauchleitungen zurück, während im Dachstuhl verbliebene Isolationsreste entfernt und zu Boden gebracht wurden. Dort wurde der Brandschutt mit Schaummittel behandelt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Infolge des Brandes ist das Haus zunächst nicht mehr bewohnbar. Menschen wurden nicht verletzt. Der Sohn kam bei Bekannten unter.

Gegen 22 Uhr war der Einsatz schließlich beendet. Für die Feuerwehr bedeutete dies jedoch noch nicht das Ende der Arbeit: Geräte mussten gereinigt, Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht und die Ausrüstung für kommende Einsätze vorbereitet werden.

Beamte der Kriminalpolizei müssen nun Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe aufnehmen.

Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-guetersloh/schloss-holte-stukenbrock/sohn-feuer-brand-dachstuhl-feuerwehr-3540398
24.09.26 10:01 - GAR
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