Freiwillige Feuerwehr
Schloß Holte-Stukenbrock

Freiwillige Feuerwehr - Schloß Holte-Stukenbrock

80 Meter Wasser gegen die Flammen

(Schloß Holte-Stukenbrock; 02.09.2026) Wasser marsch am Furlbach: Feuerwehr, Landwirte und Waldbesitzer haben in Stukenbrock den Ernstfall geprobt. Mit neuer Technik wurde eine 80 Meter lange Löschwand aufgebaut – und gezeigt, wie Vegetationsbrände bekämpft werden können.

Von Von Uschi Mickley, Westfalen-Blatt

Knietief stehen Christian Otto und sein Sohn Louis im Furlbach. Vor ihnen liegt ein kleines Stauwerk an einer Holzbrücke. Mit Brettern, Folien und Behältern stauen die beiden Feuerwehrmänner das Wasser, damit genügend Löschwasser abgepumpt werden kann.

Nur wenige Meter weiter wird bereits die neue Technik in Stellung gebracht. Was an diesem Tag wie ein aufwendiges Training aussieht, könnte im Ernstfall entscheidend sein: Wenn sich ein Vegetationsbrand ausbreitet, zählt jede Minute.
Der Großbrand im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald hat jüngst gezeigt, wie schnell sich Feuer in Waldgebieten ausbreiten können. Und auch wenn Schloß Holte-Stukenbrock 2026 – abgesehen von einem kleineren Waldbrand im Holter Wald – bislang von größeren Feuerbränden verschont geblieben ist, wollen Feuerwehr, Landwirte und Waldbesitzer vorbereitet sein.

„Ziel der Übung ist es, das Zusammenwirken von Feuerwehr, Landwirten und Waldbesitzern zu stärken. Wichtig ist, dass man einander kennenlernt, sodass sich daraus Ideen ergeben“, erläutert Manuel Grauthoff, stellvertretender Löschzugführer in Stukenbrock.

Rund 40 Landwirte und Waldbesitzer sowie etwa ebenso viele Feuerwehrfrauen und -männer sind zu der Übung gekommen. Treffpunkt ist der Reiterhof von Ralf Hachmann. Von dort geht es einige Hundert Meter weiter zur Brücke am Furlbach, wo drei Feuerwehrfahrzeuge bereitstehen.

Dann geht es Schlag auf Schlag. Die mobile Ausrüstung wird aus einem Zivilfahrzeug und einem Rollwagen geholt. An der Tragkraftspritze wird die Pumpleitung aufgebaut.

Mit hohem Druck wird das Wasser aus dem Furlbach durch einen Rohrschlauch in ein mobiles, faltbares Pufferbecken gepumpt. Es fasst 5000 Liter. Nach wenigen Minuten spritzt das Wasser bereits über den Rand. Das neue Brandschutzmodul hat der Kreis Gütersloh der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Stukenbrocker Einsatzkräfte zeigen bei der Übung, wie die Technik eingesetzt werden kann.

Auf einer nahegelegenen großen Wiese entsteht innerhalb von knapp einer Stunde eine 80 Meter lange, rechteckige Löschwand. Schläuche werden ausgelegt, verbunden und unter Druck gesetzt. Schon bald schießen auf dem weitläufigen Gelände Fontänen in die Höhe. Die Wasserwand kann dabei nicht nur eine definierte Linie sichern. Die Einsatzkräfte können mit der Technik auch größere Bereiche abschirmen und eine Brandfront gezielt eindämmen.

„Diese Taktik dient dazu, die unkontrollierte Ausbreitung eines Feuers an einer definierten Linie zu stoppen“, erläutert Daniel Kammertöns, Feuerwehr-Chef in Schloß Holte-Stukenbrock. Zusätzlich verweist er auf die Möglichkeit, einen Brand keilförmig einzukesseln. Dafür können Einsatzkräfte auch mobile Rucksackspritzen einsetzen.

Am Wiesenrand verfolgen die Landwirte und Waldbesitzer die Vorführung aufmerksam. Denn im Ernstfall könnte eine solche Löschlinie helfen, eine Brandfront von Feldern, Höfen oder angrenzenden Waldflächen fernzuhalten. Nach der praktischen Vorführung geht es zurück auf den Reiterhof. Dort wird bei Bratwurst vom Grill weiter über mögliche Einsatzszenarien gesprochen. Ein Thema ist die Löschwasserversorgung. Landwirte könnten die Feuerwehr im Brandfall mit ihrer vorhandenen Technik unterstützen. „Ein gewöhnliches Fahrzeug transportiert etwa 1200 Liter Wasser. Da würden wir bei einem Großbrand schnell an Grenzen stoßen“, erklärt Grauthoff.

Güllefässer oder Tankwagen könnten dagegen rund 5000 Liter Wasser zur Brandstelle bringen. Damit könnten Landwirte zu wichtigen Partnern bei der Versorgung der Einsatzkräfte werden. Auch Markus Rübsamen, Revierleiter beim Landesbetrieb Wald und Holz für Schloß Holte-Stukenbrock und Verl, zeigt sich beeindruckt. „Es ist überwältigend zu sehen, wie hervorragend die Feuerwehr für einen Brand ausgestattet ist“, sagt er.

Rübsamen war einer der Ideengeber für die Übung. „Neue Herausforderungen erfordern neues Denken. Dass wir heute hier zusammenstehen, ist ein erster guter Schritt“, sagt er. Regelmäßige gemeinsame Übungen hält er auch mit weiteren Institutionen wie THW, Bundeswehr, Polizei, DRK und Forstverwaltung für sinnvoll. Auch Christian Humann vom Landwirtschaftlichen Ortsverband zieht ein positives Fazit: „Eine hochinteressante Vorführung. Feuerwehr und Landwirte könnten Partner werden.“

Und Feuerwehr-Chef Daniel Kammertöns bringt die Stimmung nach der gelungenen Übung auf einen einfachen Nenner: „Waldbesitzer und Landwirte können heute Abend wohl etwas beruhigter nach Hause gehen.“ Was an diesem Tag am Furlbach geprobt wurde, soll deshalb vor allem eines bewirken: Im Ernstfall sollen die richtigen Menschen nicht erst anfangen müssen, sich kennenzulernen.


Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-guetersloh/schloss-holte-stukenbrock/uebung-waldbrand-feuerwehr-landwirte-waldbesitzer-3638154

Großbrand zerstört Dachstuhl

(Schloß Holte-Stukenbrock; 26.04.2026) Ein aufmerksamer Blick der Nachbarn verhindert womöglich Schlimmeres: Als am Sonntagabend ein Feuer an einem Wohnhaus in Stukenbrock ausbricht, warnen sie den im Haus befindlichen Sohn und alarmieren die Feuerwehr. Das Gebäude ist vorerst unbewohnbar.

Schloß Holte-Stukenbrock, von Andreas Eickhoff und Erol Kamisli, Westfalen-Blatt

Dichter Rauch steigt über Stukenbrock auf, meterhoch schlagen Flammen aus dem Dach eines Einfamilienhauses an der Straße „Am Rathaus“. Besorgte Nachbarn stehen auf der Straße, beobachten die Szenerie aus sicherer Entfernung – und hoffen, dass das Feuer nicht auf weitere Häuser übergreift.

Während die Hauseigentümer verreist waren, hat ein Großbrand am Sonntagabend ( 26. April) ein Einfamilienhaus an der Straße „Am Rathaus“ im Ortsteil Stukenbrock erheblich beschädigt. Der im Haus anwesende Sohn wurde rechtzeitig von aufmerksamen Nachbarn gewarnt, die den Brand entdeckt und umgehend die Feuerwehr alarmiert hatten.

„Wir sind um 18.33 Uhr alarmiert worden“, berichtet Stadtbrandinspektor Daniel Kammertöns, der die Einsatzleitung übernahm. Für die Einsatzkräfte kam der Alarm unmittelbar nach dem Finale der Feierlichkeiten zum 500. Namenstag – statt eines ruhigen Ausklangs bedeutete dies eine kurzfristige Sonderschicht.

Die Feuerwehrleute aus Stukenbrock und Schloß Holte eilten zu ihren Gerätehäusern, legten ihre Einsatzkleidung an und rückten aus. Bereits auf der Anfahrt war die Einsatzstelle eindeutig auszumachen: Eine weithin sichtbare Rauchentwicklung wies den Kräften schon aus mehreren Kilometern den Weg.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits meterhoch aus dem Gebäude. Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer im Bereich einer überdachten Terrasse ausgebrochen und hatte sich rasch auf den Dachstuhl des rund 25 Jahre alten Hauses ausgebreitet.

Besorgte Nachbarn verließen ihre Häuser und verfolgten die Löscharbeiten aus sicherer Entfernung – in Sorge, dass die Flammen auf angrenzende Gebäude übergreifen könnten.

Die Feuerwehr leitete umgehend umfangreiche Maßnahmen ein: In kurzer Zeit wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und eine leistungsfähige Wasserversorgung über mehrere Hydranten sichergestellt. Von verschiedenen Seiten – aus dem Garten, über die Drehleiter sowie im Innenangriff – bekämpften die Einsatzkräfte die Flammen.

Zwar gelang es, den offenen Brand zügig unter Kontrolle zu bringen, doch im Dachstuhl hatten sich zahlreiche Glutnester gebildet, die weiterhin für eine starke Rauchentwicklung sorgten. Mehr als ein Dutzend Feuerwehrleute arbeiteten unter Atemschutz, um sich vor giftigen Rauchgasen zu schützen. Für die anschließende Dekontamination wurde vor Ort eine sogenannte Hygienekomponente eingerichtet.

In aufwendiger Handarbeit musste die Dacheindeckung auf der Gartenseite großflächig entfernt werden, ebenso Teile der Isolierung. Auch zur Straßenseite hin wurden Dachpfannen abgedeckt, um einen möglichen Brandfortschritt frühzeitig zu erkennen.

Erst gegen 20 Uhr konnten die letzten Glutnester gelöscht werden. In der Folge bauten die Einsatzkräfte einen Großteil der Schlauchleitungen zurück, während im Dachstuhl verbliebene Isolationsreste entfernt und zu Boden gebracht wurden. Dort wurde der Brandschutt mit Schaummittel behandelt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Infolge des Brandes ist das Haus zunächst nicht mehr bewohnbar. Menschen wurden nicht verletzt. Der Sohn kam bei Bekannten unter.

Gegen 22 Uhr war der Einsatz schließlich beendet. Für die Feuerwehr bedeutete dies jedoch noch nicht das Ende der Arbeit: Geräte mussten gereinigt, Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht und die Ausrüstung für kommende Einsätze vorbereitet werden.

Beamte der Kriminalpolizei müssen nun Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe aufnehmen.

Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-guetersloh/schloss-holte-stukenbrock/sohn-feuer-brand-dachstuhl-feuerwehr-3540398

Werkstatthalle von Autoverwerter zerstört

(Schloß Holte-Stukenbrock; 11.04.2026) Ein Brand hat am Samstagnachmittag (11. April) eine Werkstatthalle des Autoverwerters Kerstingjohänner an der Helleforthstraße 93 völlig zerstört. Eine Person wurde verletzt. Der Sachschaden wird auf 300.000 Euro geschätzt. Das Unternehmen wird am Montag wieder öffnen.

Von Erol Kamisli, Westfalen-Blatt

Dichter, beißender Rauch liegt in der Luft, schwarze Wolken steigen hoch über das Gelände der Autoverwertung Kerstingjohänner in Schloß Holte-Stukenbrock.

Sirenen durchschneiden die Stille des Nachmittags, Feuerwehrfahrzeuge treffen im Minutentakt ein. Als die ersten Kräfte die Helleforthstraße 93 erreichen, steht eine Werkstatthalle bereits lichterloh in Flammen.

Flammen schlagen aus dem Gebäude, greifen nach dem Dach und drohen auf angrenzende Bereiche überzuspringen.

Gegen 13.22 Uhr löst die Feuerwehr Großalarm aus. Rund 75 Kräfte der Löschzüge Schloß Holte, Stukenbrock und Kaunitz rücken an. Die Helleforthstraße wird während der Löscharbeiten im betroffenen Bereich komplett gesperrt. Unter der Einsatzleitung von Florian Brandt gehen mehrere Trupps unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Auch eine Drehleiter kommt zum Einsatz.

Zwölf Feuerwehrleute arbeiten im Inneren und im direkten Umfeld der Halle unter schwerem Atemschutz, um den Brand einzudämmen.

Im Inneren der etwa 15 mal 15 Meter großen Halle befinden sich eine Hebebühne sowie zahlreiche Fahrzeugteile – eine gefährliche Kombination, die den Brand zusätzlich anheizt. Das Gebäude war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits evakuiert. Ein Betriebsangehöriger erlitt leichte Verbrennungen an der Hand und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte eine Ausbreitung verhindert werden. Auch die Drehleiter kam zum Einsatz. Nach etwa 30 Minuten ist der Brand unter Kontrolle.

Entscheidend ist das koordinierte Vorgehen, das ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude verhindert. Die Nachlöscharbeiten dauern jedoch weiterhin an. Teile der zerstörten Werkstatthalle werden mit schwerem Gerät, darunter Bagger, abgetragen, um versteckte Glutnester freizulegen und gezielt abzulöschen.

Gegen 16 Uhr konnten die letzten Kräfte wieder einrücken, mussten aber gut drei Stunden später noch einmal die Schläuche ausrollen: Brandnester hatten sich erneut entzündet. Nach rund einer halben Stunde konnten die Feuerwehrleute wieder einrücken.

Wegen der starken Rauchentwicklung warnte die Feuerwehr die Bevölkerung über die Warn-App „Nina“. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, da gesundheitsschädliche Rauchgase nicht ausgeschlossen werden konnten. Die Warnung wurde später aufgehoben.

Benachbarte Gebäude konnten durch den massiven Einsatz der Feuerwehr erfolgreich geschützt werden. Zur Brandursache liegen derzeit noch keine Informationen vor.

Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-guetersloh/schloss-holte-stukenbrock/lagerhalle-in-flammen-3530155
16.09.26 15:21 - BMEX
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