Aktuelles vom Löschzug Stukenbrock und Umgebung
  18 Stunden Löscheinsatz beim Reiterhof Hachmann

13.02.2012

Ein Großbrand hat am Samstagmorgen das Wohn- und Stallgebäude des Reiterhofs Hachmann Am Furlbach in der Stukenbrocker Senne in Schutt und Asche gelegt. Auch ein massiver Feuerwehreinsatz mit den Löschzügen Schloß Holte, Stukenbrock und Hövelhof konnte den Totalschaden an Stallung und Wohnhaus nicht verhindern - Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden.
Der Hofbesitzer hatte den Brand kurz vor acht Uhr bemerkt und sofort den Feuerwehr-Notruf gewählt. Aufgrund der genauen Beschreibung ("Flammen schlagen aus dem Dach") konnte der Leitstellendisponent sofort Großalarm für die Löschzüge Schloß Holte und Stukenbrock auslösen. Noch vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurden sechs Pferde aus dem Stall gerettet.
In den 2.000 dort gelagerten Heuballen fand das Feuer reichlich Nahrung und breitete sich schnell aus. Nur mit Mühen gelang es den Feuerwehrleuten, die noch Unterstützung von den Kameraden aus Hövelhof erhielten, den Brand auf das betroffene Hauptgebäude zu begrenzen. "Durch die große Hitze und den Funkenflug waren die angrenzenden Gebäude stark gefährdet", berichtete am Sonntagmorgen der Schloss Holter Löschzugführer Andreas Atehens.
So wurden mit vier leistungsfähigen Pumpen mehrere tausend Liter Löschwasser pro Minute an den Brandherd befördert. Dazu wurden kurzerhand in die rund 50 Zentimeter dicken Eisplatten der beiden großen Seen in der Nachbarschaft mit einer Motorsäge Löcher geschnitten, der Furlbach vom Löschzug Hövelhof aufgestaut. "Größere Probleme mit der Wasserversorgung hatten wir hier nicht", bestätigte Athens am Sonntag weiter.
Nach etwa einer Stunde hatten die 120 Feuerwehrleute den Brand so weit unter Kontrolle, dass er sich nicht mehr unkontrolliert ausdehnen konnte. Dabei half auch der Einsatz der beiden Drehleitern aus Schloß Holte und Hövelhof, um eine so genannte "Riegelstellung" aufzubauen und das brennende Gebäude gegenüber den anderen abzuriegeln. Erst gegen 12 Uhr rückten die ersten Einsatzkräfte wieder ab.
Doch ein Ende der Löscharbeiten, die bis in die tiefe Nacht um 2 Uhr andauerten, war noch lange nicht in Sicht. Zwar bereitete nach Athens Angaben die auf dem Dach des Wohnhauses montierte Photovoltaik-Anlage wenig Schwierigkeiten, doch nachdem der Brand weitestgehend gelöscht war, musste der Dachboden mit den 2.000 Ballen Heu komplett abgeräumt werden. Mit Hilfe eines Baggers und zweier Radlader wurde das Futter der Tiere auf einer angrenzenden Wiese ausgebreitet, kleinere Glutnester abgelöscht. Dazu mussten einige Gebäudeteile und der Dachstuhl teilweise abgerissen werden.
Zwischenzeitlich waren zwei Besprechungscontainer des Kreisfeuerwehrverbandes nach Stukenbrock gebracht worden, damit sich die Feuerwehrleute zwischendurch aufwärmen konnten. Während die drei Hausbewohner bei Verwandten Unterschlupf gefunden haben, wurden die Pferde bei Nachbarn untergebracht.
Weder zur Brandursache noch zur Schadenshöhe konnten am Wochenende Angaben gemacht werden. Vor Ort informierte sich Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Mitarbeiter des Ordnungsamtes sowie der Unteren Wasserbehörde des Kreises Gütersloh über die Löscharbeiten.

Am Sonntagvormittag wurde der Löschzug Schloss Holte für Nachlöscharbeiten alarmiert, knapp zwei Stunden waren die Helfer beschäftigt. Am Nachmittag hielten ihre Stukenbrocker Kameraden noch eine Brandwache.
© Neue Westfälische
  Weitere Bilder anzeigen

  Jahreshauptversammlung - Bilanz eines bewegten Jahres

06.02.2012

Schloß Holte-Stukenbrock. Zum letzten Mal in seinem Amt als Wehrführer und zum ersten Mal in der Geschichte der Stukenbrocker Feuerwehr konnte Hermann-Dieter Sonnet gleich zwei Frauen das nächsthöhere Dienstabzeichen überreichen. Juliane Fockel darf sich ab sofort Unterbrandmeisterin nennen, Claudia Schusdziarra Oberfeuerwehrfrau.
Einen Rang höher kletterten außerdem Stefan Grauthoff (Unterbrandmeister) und Tobias Lienen (Hauptbrandmeister). Hermann-Dieter Sonnet lobte ausdrücklich die stetige Bereitschaft der Kameraden zur Weiterbildung, und er wünschte sich, dass das gut funktionierende Miteinander weitergeführt wird. "Ich bin zuversichtlich, dass das gelingt."
Während der Jahreshauptversammlung im Gerätehaus an der Spellerstraße standen neben den Beförderungen Ehrungen auf dem Programm. Heinz Fockel (69) wurde die Sonderauszeichnung des Verbandes der Feuerwehren Nordrhein-Westfalen für seine 50-jährige Dienstzugehörigkeit verliehen. Das Ehrenzeichen in Gold bekam Konrad Esser, der seit 35 Jahren aktiv im Dienst ist. Seit 25 Jahren ist Reinhard Siek dabei. Ihm wurde das Ehrenzeichen in Silber überreicht.
Erfolgreich am Leistungsnachweis haben Löschzugführer Bruno Wulf (25-mal), Reinhard Siek (20-mal), Frank Henrichs und Johannes Jürgens (je 15-mal), Larissa Justus (3-mal) sowie erstmals Claudia Schusdziarra teilgenommen. Reinhard Justus wurde in die Ehrenabteilung verabschiedet. Er leistete fast 20 Jahre Vorstandsarbeit.
Bruno Wulf hatte bereits zu Beginn Rückschau auf ein "bewegtes und zeitintensives Jahr" gehalten. Zu 117 Einsätzen, darunter drei Mittel- und acht Kleinbrände sowie 32 technische Hilfeleistungen, waren die Kameraden aus Stukenbrock ausgerückt.
Das waren 30 Einsätze mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der geleisteten Stunden lag mit 8.940 um rund 500 höher. Jeder der 49 Kameraden, das hatte Wulf ausgerechnet, habe im Schnitt 182,5 Stunden investiert, "um zu helfen und sich weiterzubilden".
Darin seien die Stunden für Reparaturen, Vorbereitungen oder das Erstellen von Sicherheitskonzepten noch gar nicht enthalten. "So ist das nun mal", sagte Wulf. "Die Feuerwehr schiebt freiwillig Wache und unterstützt." Für diese beachtliche uneigennützige Leistung bedankte sich Pfarrer Karl-Josef Auris ganz ausdrücklich. "Sie geben den Menschen Sicherheit."
Demnächst werden sich die Blauröcke mit der neuen Digitalfunk-Technik beschäftigen. Stichtag der Einführung, sagte Hermann-Dieter Sonnet, sei der 1. Oktober. "Vorher gibt es entsprechende Schulungen." Bei den anstehenden Wahlen wurde das Schriftführerteam, das auch diesmal einen ausführlichen und bebilderten Jahresrückblick hielt, neu zusammengesetzt. Gerald Scharfe bleibt, Daniel Esser folgt für Juliane Fockel. Kassierer bleiben Guido Koch, Bernd Linneweber und Frank Henrichs.
© Neue Westfälische

  Frohe Weihnachten

23.12.2011

Die Freiwillige Feuerwehr Schloß Holte-Stukenbrock wünscht allen passiven Kameraden und Mitbürgern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2012.

ältere Neuigkeiten >>